Gem. Weitra, Tiefenbach 20. Jahrhundert, 1985
In Tiefenbach Nr. 17, an der Seitenfassade eines Wohnhauses ist ein ovales Keramikbild mit der Darstellung des Hl. Florian angebracht. An der Basis des Bildes sind die Initialen "K.L." sowie die Jahreszahl 85. © Mag. Angelika Ficenc 2021
Gem. Weitra, Tiefenbach
BILDKASTEN mit Lichterkette
An einem Wohnhaus in Tiefenbach hängt, gut vor der Witterung geschützt, ein kleiner Bildkasten mit Überdachung, aus Holz. An seiner Vorderseite ist ein gerahmtes Hinterglasbild befestigt. Dargestellt sind in naiver Malerei die hl. Maria und das Jesuskind.
Der Bildkasten und dessen Dach wurden 2024 erneuert und dunkelbraun gestrichen. Die Lichterkette wurde gegen eine neue ausgetauscht (siehe Fotos unten). © Mag. Angelika Ficenc 2024
Gem. Weitra, Tiefenbach
BILDBAUM in TIEFENBACH
In der Brühlzeile, an der Abzweigung nach Tiefenbach, direkt an der Brücke steht ein Bildbaum. Am Stamm ist ein rechteckiges, in Holz gerahmtes und verglastes Marienbild angebracht. Das Bild wird durch einen rundbogigen Baldachin aus Blech geschützt. Die Verglasung des Bildes ist seit mehreren Jahren gebrochen. Zwischen dem Dach und den oberen Rahmen ist ein Kreuz. © Mag. Angelika Ficenc 2021
Gem. Weitra, Tiefenbach
KILOMETERSTEIN
An der Ortsausfahrt von Tiefenbach steht dieser Vierkantpfeiler aus Granit, der an der Oberseite schräg zur Kante abgeschnitten ist. Er zeigt eingravierte Inschriften: auf der schrägen Fläche "25 Klm" , an der linken Seite "13,8 Klm von Gratzen" und an der rechten Seite "1 Klm von Weitra". © Mag. Angelika Ficenc 2021
Gem. Weitra, Tiefenbach 20. Jahrhundert, 1922
BREITPFEILER 1922
In Tiefenbach unweit der Autobusstation steht ein gemauerter Breitpfeiler mit rechteckigem Grundriss. Der Breitpfeiler steht auf einer rechteckigen Steinplatte und ist durch eine Stufe erreichbar. Beidseitig dieser Stufe sind Blumenkästen. Der Sockel ist aus Bruchstein gemauert. Das Satteldach ist mit Ziegel gedeckt und stark vermoost. Die Nische ist rechteckig und durch ein schmeideeisernes Gitter in Kreisoptik verschlossen. Am Eisengitter befindet sich ein Metallkreuz. In der Nische befinden sich zwei Grabkerzen, eine weiße Marienstatue sowie ein "Maria-Lourdes-Bild". Früher befand sich in der rechteckigen Nische eine geschnitzte Madonna mit Kind, die von der Familie Hois gespendet wurde. Der einjährige Johann Thalhofer war einst sehr krank. Zu seiner Genesung bauten seine Eltern (Johann und Theresia Thalhofer) diesen Breitpfeiler. Gestiftet wurde diese Gedenkstätte von der Familie Hois. Die etwa 60 cm große Madonna mit Kind wurde von Erhard Hois, einem Familienmitglied, aus Lindenholz geschnitzt. Die Figur stand früher in der Nische auf einem keinen Sockel. Im letzten Kriegsjahr 1945 wurde neben diesem Marterl ein gefallener deutscher Soldat begrabe. Zwei Jahre später, im Jahre 1947 wurde dieser jedoch wieder exhumiert und nach Deutschland überführt. © Mag. Angelika Ficenc
Gem. Weitra, Tiefenbach 20. Jahrhundert, 1911
TABERNAKELPFEILER in Tiefenbach
Dieser 2,1 m hohe Tabernakelbildstock steht in Tiefenbach bei Weitra, an der Straße nach Heinrichs. Er ist aus Granit, hat einen achtseitigen Schaft (Tiefe und Breite 0,53 m), der mit einer Kragenplatte endet. Auf dieser sitzt ein oberseits rundbogiger Tabernakel. An seiner Vorderseite befindet sich eine rundbogige Nische, die durch ein schmiedeeisernes, kreisförmiges Gitter verschlossen ist. An der Rückwand steht ein Bild, dargestellt ist "Maria mit dem Kind am Arm". Der Tabernakelpfeiler wurde 1911 aus Dankbarkeit errichtet: durch die Brandstiftung eines Bäckerbubens ist 1909 ein Stadel abgebrannt (siehe Zeitungsartikel unten). Da das Feuer nicht auf die Nachbarhäuser und Scheunen übergriff, wurde dieser Tabernakelbildstock errichtet. Das ursprüngliche Marienbild wurde vor vielen Jahren durch Vandalismus zerstört. Im Jahr 1975 wurde im Auftrag des damaligen Fremdenverkehrsverein Weitra ein Votivbild "Maria mit Kind" von Frau Jenny Hoys gemalt - dieses Bild, leicht verblasst, befindet sich heute noch in der Nische. © Mag. Angelika Ficenc
Ein Artikel der Österreichischen Landzeitung vom 04.12.1909 berichtet über den Brand in Tiefenbach:
Österreichische Landzeitung 04.12.1909
"Am 16. Oktober traf der 19-Jährige Bäckergehilfe Johann Eibensteiner nach Verbüßung seiner Strafe in seiner Heimatgemeinde Biberschlag in Böhmen ein, die er aber wenige tage später verließ. Er wanderte nach Weitra, wo er von Tür zu Tür bettelte, und kam dann abends nach Tiefenbach, wo er die außerhalb des Ortes stehende Scheune des Franz Röhrenbacher an zwei Stellen mit Zündhölzern in Brand steckte, dem sie Scheune zum Opfer fiel. Eibensteiner kehrte nach Weitra zurück, dann zog es ihn aber wieder zur Brandstätte, wo er als unterstandslos verhaftet wurde, weil er jede Mithilfe an den Löscharbeiten ablehnte. Eibensteiner gestand zu, den Brand, der Röhrenbacher um 1600 Kronen schädigte, gelegt zu haben aus Hass gegen die Bauern und Wirte Niederösterreichs, die armen Handwerksburschen jeden Unterstand verweigern. Er habe zwar beobachtet, dass das Feuer auf den nahe liegenden Wald übergreifen könnte, doch sei ihm alles gleichgültig gewesen. Bei diesem Geständnis blieb Eibensteiner auch vor den Geschworenen“
Gem. Weitra, Tiefenbach 21. Jahrhundert, 2017
MODERNDER BILDSTOCK
In Tiefenbach steht dieser moderne 2,2 m hohe und 0,6 m breite Bildstock, gefertigt aus Betongussteilen. In seiner Nische trägt er ein modern gemaltes und verglastes Heiligenbild. Dargestellt ist "Maria mit dem Jesuskind". Gefertigt wurde der Bildstock von der FA. Seidl aus Altweitra. © Mag. Angelika Ficenc 2021