Gem. Gmünd, Grillenstein 20. Jahrhundert, 1957
GEDENKKREUZ Theresia Höllriegel
Im Brunngraben auf der Blockheide in Gmünd steht auf einem vermoosten Granitblock ein gusseisernes Kreuz, das an ein tragisches Ereignis erinnert, das am 05. August 1957 geschah. Die Inschriftentafel ist leider zerbrochen. "Großvater hatte einen älteren Bruder Anton - der zog frisch verliebt und verheiratet mit Theresia in den Oberort von Grillenstein. Zum Anwesen der jungen Familie zählte auch eine Wiese, an deren Rand das Eisenkreuz steht. Im Sommer 1957 wurde das Gras auf dieser Wiese geschnitten und zum trocken ausgelegt. Der Wagen mit dem Ochsengespann wurde hoch mit Heu bepackt, zur Sicherung der Ladung wurde wie immer der Holztreml längs über das Fuhrwerk gezogen und mit Stricken festgezurrt. Bei dem herannahenden Gewitter waren die Ochsen sehr unruhig, Holz splitterte, ein Strick riss, der schwere Treml schnellte nach hinten und traf Theresia am Kopf". L © Mag. Angelika Ficenc
Gem. Gmünd, Grillenstein
KREUZ an der Grillensteinerstraße
An der Grillensteinerstraße gegenüber der Tankstelle steht dieses hohe gusseiserne Kreuz. Der Sockel hat eine abgefaste Kragenplatte, an deren Kanten Metallstreben angebracht sind. Corpus Christi und Kreuzstammenden sind silberfarben. Auf der ovalen Inschriftentafel steht geschrieben "Gelobt sei Jesus Christus". Vor dem Kreuz steht ein alter Steintrog, derzeit mit Blumen belegt. Eine Eisenkette ist an vier Metallstäben um das Kreuz samt trog angebracht. © Mag. Angelika Ficenc
Gem. Gmünd, Grillenstein 20. Jahrhundert, 1. Hälfte
CARL HERMANN - KREUZ
Auf der Blockeide in Grillenstein, bei der ersten Wegkreuzung des NLW 07 steht dieses Kastenkreuz aus Holz. Die Rückwand des Kastens ist an der unteren Seite bogenförmig aus Holzlatten gezimmert, darüber befindet sich ein vorspringendes Dach. Unterhalb des bunt bemalten Corpus Christi hängt eine überdachte, marterlförmige Holztafel, auf der folgender Spruch eingebrannt ist: "Das Kreuz am Weg gehst du vorbei, bedenk was dessen Bedeutung sei, Tu ab den Hut, du bist ein Christ, der durch den Herrn erlöset ist". Zu diesem Kreuz in der Blockheide sind früher im Sommer von der Stadtpfarrkirche Gmünd aus Prozessionen für eine reiche Feldernte "Feldbeten" durchgeführt worden. Das Kreuz wurde im Jahr 2022 renoviert. © Mag. Angelika Ficenc 2025
Gem. Gmünd, Grillenstein 20. Jahrhundert, 1. Hälfte
HOLZKREUZ
Auf der Blockheide nahe des Weges der Granittour (2,1 von 2,9 km) steht vor einem Findling dieses einfache Kastenkreuz aus Holz. Eine Bank ladet zu einer Rast ein. Dieses Holzkreuz würde bei der Räumung eines Hauses entdeckt. Da man es nicht wegschmeißen wollte, wurde es von der Familie Lindner aus Grillenstein an den Verein der Blockheide gespendet, die es im Frühling 2020 aufstellte. © Mag. Angelika Ficenc
Gem. Gmünd, Grillenstein 20. Jahrhundert, 1. Hälfte
JÄGERKREUZ
Das Jägerkreuz steht auf der Blockheide nördlich der Mondteiche. Auf dem Kreuzstamm ist unterhalb des Daches eine Hirschgeweih angebracht, darüber eine zartes Kruzifix. © Mag. Angelika Ficenc
Gem. Gmünd, Grillenstein
SÄULENBILDSTOCK beim TEICH
Im Naturpark Blockheide steht dieser Säulenbildstock aus Granit. Der rechteckige Sockel ist an der Vorderseite verziert, auf ihm steht eine Säule, darauf sitzt ein rechteckiger Tabernakel mit Steindach und Metallkreuz an der Spitze. Der Tabernakel trägt vier rundbogige Nischen mit insgesamt drei Bildern. Die Bilder sind Glasmalereien, dargestellt sind eine Sonntagberger Hl. Dreifaltigkeit, eie Pietà sowie Christus am Kreuz. Der Bildstock stand nicht immer an seinem heutigen Platz, sondern wurde in den 1970er Jahren auf Initiative von Bildhauer Carl Hermann an den heutigen Standort versetzt. Der Bildstock stand früher an einer Böschung des Heidehofes, der Grund seiner Errichtung ist in Vergessenheit geraten. © Mag. Angelika Ficenc
Gem. Gmünd, Grillenstein 20. Jahrhundert, 2. Hälfte
CARL HERMANN - BILDSTOCK
Auf der Blockheide gegenüber vom Aussichtsturm, steht vor einem Granitfelsen, ein schlanker im Grundriss quadratisches Pfeiler aus Granit. Er tägt ein mit Schindeln gedecktes Pyramidendach. An der Vorderseite im oberen Drittel ist eine rechteckige hohe Nische geschützt durch ein schmiedeeisernes Gitter, integriert. In der Nische hängt ein Heiligenbild. Darunter ist eine quadratische Flachnische, in der eine Tafel fixiert ist. Zu lesen ist: "Bildhauer Carl Hermann geschäftsführender Obmann Blockheide Eibenstein-Gmünd 1970 - 1986". Der Künstler Carl Hermann war ab 1973 geschäftsführender Obmann im Verein Naturpark Blockheide. Er war auch Mitbegründer und hat in diesem Gebiet zahlreiche Kunstwerke hinterlassen, Zeichnungen von den Findlingen angefertigt und sagen aus dem Gebiet gesammelt. © Mag. Angelika Ficenc
Gem. Gmünd, Grillenstein 20. Jahrhundert
GEDENKSTEIN CARL HERMANN
Im Gasrten des Hauses Fuchssteinweg Nr. 16, das Haus und heute Museum von Carl Hermann, steht ein Gedenkstein aus Granit, an dessen Vorderseite eine wappenförmige Tafel angebracht ist. Zu lesen ist "Carl Hermann Gedenstätte". Carl Hermann (1918 - 1986) war Mitbegründer des Naturparks, Vater des N-S-Weitwanderweges, sein Motto lautete "Der Weg ist das Ziel" © Mag. Angelika Ficenc 2020
Gem. Gmünd, Grillenstein 20. Jahrhundert
Hl. HUBERTUS auf PRANGER
Auf dem Fuchssteinweg Nr. 16, dem Grundstück des Carl Hermann-Hauses steht der "Pranger mit Hubertus". Auf einer Säule an deren Vorderseite eine Eisenkette mit Steinkugel befestigt ist, steht auf einem Kapitell die Gipsfigur des Hl. Hubertus. Der Heilige kniet mit gesenktem Kopf und ist durch einen Baldachin aus Blech geschützt. Carl Hermanns Ehefrau berichtete folgendes: "Ich komme eines Tages nach Hause und finde die Komposition Pranger mit Hubertus vor. Erinnerlich ist mir, das Carl Hermann den Pranger aus Vitis hat. Straßenarbeiter sind dabei, ihn auszigraben - Carl der zufällig dazukommt, erbittet das Stück für sich". Zum Pranger von Vitis gibt es folgende Geschichte: Neben dem Marktwappen war der Pranger oder Marktsäule ein sichtbares Zeichen eines Marktes. Dieser aus dem 17. Jahrhundert stammende Pranger stand auf einem stufenartigen Sockel, auf der Säule stand eine unbekleidete Figur, der "Prangerhansl". Der Pranger wurde 1864 abgetragen. © Mag. Angelika Ficenc
Gem. Gmünd, Grillenstein
"SCHWEDENKREUZ"
An der Schullereinstraße in Gmünd steckt ein einfaches Steinkreuz, das sog. "Schwedenkreuz" in der Erde. Neben dem Kreuz lehnt eine Steintafel mit der Inschrift "Schwedenkreutz" an einem Felsen - die Tafel wurde von Carl Hermann geschaffen. Das Steinkreuz war früher wohl ein Sühnekreuz, eine Grenzmarkierung und hat mit den Schweden nur wenig zu tun. © Mag. Angelika Ficenc
Gem. Gmünd, Grillenstein Objekt nicht mehr vorhanden
HOCHKREUZ aus Holz
Dort, wo heute das Steinkreuz steht, stand früher eine Hochkreuz aus Holz mit geraden Kreuzstammenden. Auf dieser alten Ansichtskarte sieht man das Hochkreuz zwischen Felsen und Schwedenkreuz (Steinkreuz) stehen. Weitere Hinweise sind nicht vorhanden. © Mag. Angelika Ficenc 2025
Gem. Gmünd, Grillenstein 20. Jahrhundert
GRANITRELIEF HEIDEMÄNNLEIN
An der Weggabelung Fuchssteinweg/Turmweg steht ein rechteckiger Granitstein mit dem Relief des Heidemännleins und der Inschrift "Blockheide Eibenstein". Das Heidemännlein ist ein bekleideter wandernder Profanputto, der mit schenllem Schritt mit Hut, Tasche, langem Rock und nach vorne zeigenden Wanderstab, dargestellt ist. Das Heidemännlein ist ein Symbol der Blockheide und wurde von Carl Hermann geschaffen. © Mag. Angelika Ficenc 2020
Gem. Gmünd, Grillenstein 20. Jahrhundert
GRANITRELIEF HEIDEMÄNNLEIN
An der Weggabelung Fuchssteinweg/Schullerstraße steht ein rechteckiger Granitstein mit dem Relief des Heidemännleins und der Inschrift "Blockheide Eibenstein". Das Heidemännlein ist ein bekleideter wandernder Profanputto, der mit schenllem Schritt mit Hut, Tasche, langem Rock und nach vorne zeigenden Wanderstab, dargestellt ist. Das heidemännlein ist ein Symbol der Blockheide und wurde von Carl Hermann geschaffen. © Mag. Angelika Ficenc 2020
Gem. Gmünd, Grillenstein
HUBERTUS - KAPELLE
Nur wenige Meter vom Blockheideteich entfernt steht die Hubertuskapelle, deren Seitenwände aus Bruchstein aufgemauert ist. Eine dieser Mauern trägt einen Holzsteher, der mit dem Dach aus Kupferblechverbunden ist. An der schmäleren Dachseite ist ein Blechkreuz befestigt. Die gemauerte Rückwand ist einheitlich weiß verputzt. An ihr hängt eine Steinplatte mit den Motiven des Hl. Hubertus, Granitfindlinge, Jagdhunde und Jagdhorn. Zusätzlich ist ein Hirschgeweih angebracht. In der offenen Kapelle steht mittig ein Altartisch. Im Jahr 2016 berichtete die Gmünder Zeitung "Dreiste Diebe montierten die gesamte kupferne Dacheindeckung und Dachverkleidung (ca. 35 m²) der Hubertuskapelle sowie ein Fallrohr des Schutzhauses ab und stahlen dieses". In der Kapelle finden jährliche Sonntags bzw. Jägermessen statt. © Mag. Angelika Ficenc
Gem. Gmünd, Gmünd Grillenstein 20. Jahrhundert
KRIEGERDENKMAL GRILLENSTEIN
Auf dem Fuchssteinweg in Grillenstein steht in einer eingezäunten Wiese auf einem Steilhang ein Kriegerdenkmal aus dem Ersten Weltkrieg. Das Denkmal ist über zahlreiche Stufen erreichbar. Auf dem Steinmonument thront ein Bronzeadler mit ausgebreiteten Flügeln und leicht geöffnetem Schnabel. Im oberen Drittel des Granitsteines hängt ein Kameradschaftskreuz, das von einem Lorbeerkranz umsäumt ist. Darunter sind zwei Tafeln angebracht. Je eine EHRENTAFEL für die im Ersten und Zweiten Weltkrieg gefallenen und gestorbenen Helden. © Mag. Angelika Ficenc
Gem. Gmünd, Grillenstein 19. Jahrhundert, 1884
GEDENKPFEILER
An einer Weggabelung auf dem Granitweg/Marienkäferweg in der Grillensteiner Blockheide, steht dieser Pfeiler aus Granit mit quadratischen Fußblock und abgestufter Kragenplatte. Die Vorderseite zeigt eine bereits verwitterte, eingraviert Inschrift "Bezirks Strassen Ausschuss Schrems 1884". © Mag. Angelika Ficenc 2019
Gem. Gmünd, Grillenstein 21. Jahrhundert, 2004
GEDENKTAFEL OSTADAL
Auf einem Granitblock auf den Steinlüssen (Flurname) in der Blockheide ist eine rechteckige Bronzetafel mit Schriftzug befestigt. "Rudolf Ostadal - 1897-1970 - einem Mitbegründer der Blockheide gewidmet. August 2004". Rudolf Osterdal, geboren 1897 in Römerstadt (Mähren) und gestorben 1970 in Gmünd war ursprünglich bei der Glasfirma Stölzle angestellt. Von 1951 bis 1961 war er Archivar und Museumsleiter in Gmünd. Er war Mitglied der Geologischen Bundesanstalt in Wien und verfasste zahlreiche Arbeiten über das Waldviertel. © Mag. Angelika Ficenc 2020